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Das TORINOKO Projekt –
Interview mit Martin Schechinger

Im Jahr 2014 startete für whiteID Integrated Design das Torinoko Projekt mit einem „Briefing“ der etwas anderen Art. Bei einer zufälligen Messe-Begegnung mit Yamatoya – einem japanischen Hersteller für Kindermöbel aus Holz – wird klar: das Verständnis guter Möbelgestaltung harmoniert! Dieses erste, ungeplante Gespräch kann man wohl als den Grundstein für die erfolgreiche Zusammenarbeit bezeichnen. Heute im Frühsommer des Jahres 2017 stellt Yamatoya die neue Serie unter dem Markennamen Torinoko vor und whiteID Integrated Design hat eigene Mitarbeiter befragt, wie Sie dieses spezielle Projekt empfunden haben. INTERVIEW MIT MARTIN SCHECHINGER Senior Designer bei whiteID seit 2008 Das Team von whiteID arbeitet viel mit internationalen Auftraggebern – beispielsweise aus Norwegen oder Spanien – gab es Besonderheiten in der Zusammenarbeit mit einem Japanischen Hersteller? MARTIN: Ja allerdings. Im Gegensatz zum europäischen Verständnis von Wohnen, Wohnungen und deren Einrichtung – das ja auch schon recht vielfältig sein kann – unterscheidet sich das japanische Verständnis im Detail doch stark von der europäischen Kultur. Hier muss man sich als Deutscher erst einmal einfühlen. In vielen Wohnungen findet sich auch heute ein Zimmer mit dem traditionellen „Tatami“ Boden. Auf dem wird mit einer ausgerollten Matratze geschlafen. Ein Bettgestell findet sich in solchen Räumen nicht. Oder das Thema Stauraum: Schranklösungen sind als Einbauschrank eher Teil der Architektur als freistehende Möbel. Was waren die wichtigsten Anforderungen in Bezug auf die Gestaltung der Möbelserie? MARTIN: Ich denke das Zusammenführen des Potentials aus europäischen und japanischen Möbeln. Das bedeutete natürlich gleichzeitig das Kennenlernen einer japanischen Traditionsfirma und ihrer lokalen Fertigungsmöglichkeiten. Yamatoya wird schon in der dritten Generation erfolgreich geführt. Mit dem gemeinsamen Projekt entwickelt sich Yamatoya vom Klein- bzw. Kindermöbelhersteller zum Anbieter von Wohnlösungen auch für Jugendliche und junge Erwachsene. Das ist für uns natürlich schön, bei so einem Schritt in der Entwicklung eines Unternehmens dabei zu sein. Was war die größte Herausforderung bei der Bearbeitung dieses Projekts? MARTIN: Den ästhetischen Anspruch von Eltern, die ganz einfachen, praktischen Anforderungen des Alltags an Kindermöbel und den Geschmack von Kindern unter einen Hut zu bringen. Das war vermutlich die größte Herausforderung. Was wir erreichen wollten war: aus diesem Spannungsfeld ein langlebiges – sprich zeitloses – und international funktionierendes Design zu machen, dem man seinen kulturellen Ursprung trotzdem ansieht. Was hat am meisten Freude bereitet bei der Bearbeitung dieses Projekts? MARTIN: Das Bearbeiten des ganzen Entwicklungsprozesses von der Konzeption, Ideenfindung über die Gestaltung, die konstruktiven Details und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten – die lief hauptsächlich über mich. Für mich war noch besonders interessant zu beobachten, wie sich das Projekt auf die Marke Yamatoya auswirkt. Yamatoya bietet bisher Möbel für Kinder und Kleinkinder. Zum Beispiel Kinderhochstühle – gute Lösungen für die Kleinsten und ihre Eltern. Mit den neuen Torinoko-Möbeln schafft es Yamatoya jetzt den Nachwuchs länger zu begleiten. Sozusagen aus dem Kinderzimmer bis ins Jugendzimmer und vielleicht sogar noch darüber hinaus. Das finde ich einen schönen und nachhaltigen Gedanken! Vielen Dank Martin!

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Das TORINOKO Projekt –
Interview mit Ann-Kathrin Müller

INTERVIEW MIT ANN-KATHRIN MÜLLER Designerin bei whiteID seit 2015 whiteID Integrated Design erstellte begleitend zur Produkteinführung der Torinoko Kinder-Möbel auch eine zweisprachige Broschüre – worin bestehen die Vorteile eines solchen Allround Projektes? ANN-KATHRIN MÜLLER: Man kennt das Produkt in- und auswendig. Wir waren von der ersten Skizze bis zum fertigen Produkt im gesamten Arbeitsprozess mit involviert und waren immer auf dem aktuellsten Stand. Somit weiß man genau über das Projekt Bescheid. Das ist natürlich enorm von Vorteil, um es später bewerben zu können. Man muss sich nicht erst Wissen aneignen, um es dann entsprechend wiedergeben zu können für den Konsumenten. Die Broschüre verwendet eine ganz besondere Bildsprache – was kann man darüber erzählen? ANN-KATHRIN: Das Produkt steht ganz klar im Vordergrund. Der Raum mit dem weichen Verlauf im Hintergrund und den Lichtreflexen, die man sonst nur in realen Umgebungen hat machen die Komposition so interessant. Der Hintergrund scheint sich ins Nichts aufzulösen. Gleichzeitig gibt er aber dem Möbel und den Requisiten den nötigen Halt. Die Requisiten – zum Beispiel Ball, Kreisel oder Stofftier – bilden die Brücke zur Alltagssituation in der die Möbel stehen könnten. Wurde bei den Darstellungen bewusst darauf verzichtet, Menschen abzubilden? Ist das der Internationalisierung geschuldet? ANN-KATHRIN: Nein, das hat nichts mit der Internationalisierung zu tun, sondern mit dem Kunden-Konzept von Torinoko. Die Möbel sollen Kinder bis ins Jugendalter begleiten und somit war die Zielgruppe schwer nachzuahmen. Unser Ziel war es, die Möbel besonders deutlich, klar und konkurrenzlos darzustellen. Das Produkt sollte der Hauptdarsteller sein. Trotzdem wollten wir eine fröhliche, dynamische Bildkomposition, die Bezug zu Kindern hat, aber sie nicht direkt abbildet. Worin bestand die größte Herausforderung bei der Gestaltung der Broschüre – im Umgang mit den japanischen Schriftzeichen, der Fotografie oder war es doch etwas ganz Anderes? ANN-KATHRIN: Sicher, der Umgang mit uns völlig fremden Schriftzeichen ist immer eine gewisse Herausforderung. Da muss man sich ganz auf gute Übersetzer verlassen können. Damit zum Beispiel bei Worttrennungen und solchen Dingen nichts schiefgeht, war eine klare und schnelle Abstimmungen zwischen Japan und Deutschland wichtig – ist aber auch nicht so schlecht, wenn eine Anfrage sozusagen über Nacht bearbeitet wird! Fast noch wichtiger war die Fotografie, die Motiventwicklung. Das fing schon bei ganz banalen Dingen, wie zum Beispiel der Requisitenwahl an. Wir mussten darauf achten, dass wir keinen kulturellen Fauxpas begehen. Zum Beispiel hatten wir Schuhe auf unserer Requisitenliste – in Japan zieht man die Schuhe vor Betreten der Wohnung aus. Dieses Szenario wäre also eher unrealistisch gewesen Die Broschüre ist auf eine besondere Art gebunden – worum handelt es sich hier? Hat diese spezielle Art der Bindung einen Bezug zu Japan? ANN-KATHRIN: Es handelt sich hierbei um eine sogenannte „offene Bindung“, die mit einem Fälzelband geschützt wird. Das hat nicht nur praktische Gründe, sondern ist auch eher selten und daher etwas Besonderes. Es hat keinen direkten Bezug zu Japan, schlägt aber doch eine Brücke zum hochwertigen Handwerk des japanischen Buchbinders. Was hat am meisten Spaß gemacht bei der Bearbeitung dieses Projekts? ANN-KATHRIN: Ganz klar die beiden Produktshootings im Fotostudio, das „Dekorieren“ der Möbel. Und natürlich (wie bei jedem gedruckten Projekt) ist der Moment, in dem man das fertige Medium in der Hand hält, der schönste! Vielen Dank, Ann-Kathrin!

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Studie für
Lufthansa Systems

Im Rahmen einer Studie entwickelte whiteID Integrated Design für Lufthansa Systems ein Gehäuse für die portable Integration eines In Flight Entertainment (IFE) und E-Commerce Systems. Hierbei handelt es sich um eine All-in-One-Lösung, die alle technischen Komponenten, die für ein IFE-System benötigt werden – wie Server und Access Points – in einem einzigen Gerät vereint: der sogenannten Mobile Streaming Unit (MSU). Da keine aufwändigen Verkabelungen nötig sind, ist jedes MSU als nicht fest verbautes Equipment klassifiziert und kann ein- und ausgebaut werden, ohne andere Komponenten im Flugzeug zu beeinflussen – etwa in der Galley oder in den Gepäckfächern. Dadurch fallen zum einen hohe Kosten für Hardware, Einbau und Zertifizierungen weg und zum anderen kann das System auch bei geleasten Flugzeugen auf neuen Maschinen sofort weiter genutzt werden. Ein integriertes LTE-Modem ermöglicht schnelle und drahtlose Updates der Inhalte während das Flugzeug am Boden ist.

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Red Dot Design Award 2017 für Freischwinger Metrik

Anfang April hat die Red Dot-Jury entschieden – 5.500 Produkte aus 54 Nationen wurden in Essen bewertet und ausgezeichnet. Mit der Vergabe des international begehrten „roten Punkts“ freuen wir uns über ein weiteres Gütesiegel für den innovativen Konferenzstuhl Metrik des Herstellers Wilkhahn.

Preisverleihung des German Design Award 2017

Verleihung des German Design Award 2017

German Design Award für Luftenergiezähler „Luftmeister“ und Trial Motorrad „Combat Camo Works“. Wir freuen uns über zwei Auszeichnungen beim diesjährigen German Design Award und beglückwünschen unsere Kunden: Die deutsche Luftmeister GmbH sowie Vertigo Motors, Barcelona!

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iF Design Award 2017

Freischwinger Metrik auch mit iF Design Award 2017 ausgezeichnet Nach der Auszeichnung „Best of the Best“ bei den ICONIC AWARDS: Interior Innovation wurde „unser“ Freischwinger Metrik nun auch mit einem iF Design Award 2017 ausgezeichnet. Das innovative Konferenzmöbelkonzept wurde im vergangenen Jahr für den renommierten deutschen Möbelhersteller Wilkhahn entwickelt und realisiert.

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ICONIC AWARDS – Best of Best 2017

Das Jahr fängt gut an! Am 15. Januar 2017 wurde der von whiteID Integrated Design für Wilkhahn entwickelte Freischwinger Metrik bei den ICONIC AWARDS: Interior Innovation als „Best of the Best“ ausgezeichnet. Darüber freuen wir uns sehr und wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns bei allen am Projekt beteiligten noch einmal ausdrücklich für die hiermit „ausgezeichnete“ Zusammenarbeit zu bedanken!

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Produkt launch – CONCORD VARIO XT-5

Der neue von whiteID Integrated Design entwickelte Kinderautositz VARIO XT-5 reiht sich ein in eine ganze Serie sehr erfolgreicher, von uns entwickelter Kinderautositze.

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Neue Kategorie „ILLUSTRATION“ im Portfolio

Naturalistische Illustrationen, Character Sketches, Design Sketches und Design Renderings – wir freuen uns Ihnen die neue Kategorie „Illustration“ online präsentieren zu können!

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Neue Projekte online

Unser Grafikdesign Portfolio wurde aktualisiert! Betrachten Sie mehrsprachig konzipierte, hochwertig gestaltete und fachkundig produzierte Print-Projekte des Jahres 2016 und lassen Sie sich inspirieren… Vielleicht können wir auch Ihnen in diesem Geschäftsbereich eine Anregung geben oder Sie mit unserem erfahrenen Grafik-Team unterstützen?

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